Microsoft 365 Änderungen · Security
Microsoft ändert die Datei-Freigabe in SharePoint und OneDrive
Was Sie vor dem Rollout im September 2026 in Ihrem Tenant prüfen sollten.
Kurz gefasst
Microsoft führt eine dritte Generation der Freigabe-Oberfläche in Microsoft 365 ein. Statt vieler paralleler Freigabe-Links steuert künftig ein zentraler Link – der Hero Link – den Zugriff auf eine Datei oder einen Ordner. Microsoft beschreibt ihn als „a single, powerful link that controls access to your files“ (Microsoft 365 Roadmap 492622). Der Rollout ist für September 2026 angekündigt und betrifft alle Ringe, einschließlich GCC High und DoD.
Die Fakten
| Feature-ID | 492622 |
|---|---|
| Status | In Entwicklung |
| Angekündigte Verfügbarkeit | September 2026 (General Availability) |
| Betroffene Dienste | SharePoint, OneDrive, Word, Excel, PowerPoint, Microsoft 365 |
| Plattformen | Web, Desktop, Mac, iOS, Android |
| Ringe | Worldwide (Standard Multi-Tenant), GCC, GCC High, DoD |
| Zuletzt geändert | 26.08.2026 |
Hinweis zur Verfügbarkeit: Microsoft unterscheidet nur Worldwide, GCC, GCC High und DoD – einen separaten EU-Ring gibt es nicht. EU-Tenants sind Teil von „Worldwide“.
Warum das ein Sicherheitsthema ist
Freigabe-Links sind in der Praxis der häufigste Weg, auf dem Unternehmensdaten das Unternehmen verlassen – meist ohne böse Absicht. Eine Änderung an der Oberfläche, über die Mitarbeitende täglich Dateien teilen, verändert Verhalten. Drei Punkte fallen uns auf.
01Ein Link, der sich nachträglich ändern lässt
Bisher entstand bei geänderten Zugriffsanforderungen ein neuer Link. Künftig wird der bestehende Link angepasst. Das ist bequemer – verschiebt aber die Frage, wer wann worauf Zugriff hatte, vom Link in die Konfigurationshistorie. Wer Freigaben für Audits nachweisen muss, sollte prüfen, ob die eigene Protokollierung das abbildet.
02„Secure by default“ ist eine Aussage über Microsofts Standard – nicht über Ihren Tenant
Ihre bestehenden Freigabe-Richtlinien bleiben maßgeblich. Wenn in Ihrem Tenant heute „Jeder“-Links erlaubt sind, bleiben sie erlaubt – nur eben in einer Oberfläche, die Nutzenden das Erweitern des Zugriffs prominenter anbietet.
03Ein Rollout ohne Ankündigung erzeugt Tickets
Eine geänderte Freigabe-Oberfläche in Word, Excel, PowerPoint, OneDrive und SharePoint gleichzeitig ist für den Service Desk ein absehbares Thema. Eine Kurzinformation vorab kostet eine Stunde und spart erfahrungsgemäß ein Vielfaches.
Was wir empfehlen – vor dem Rollout
| Prüfpunkt | Wo | Aufwand |
|---|---|---|
| Aktuelle Freigabe-Richtlinie dokumentieren: Standard-Linktyp, „Jeder“-Links, Ablaufdatum | SharePoint Admin Center → Richtlinien → Freigabe | 30 Min. |
| Gastfreigaben und externe Zugriffe der letzten 90 Tage auswerten | Microsoft Entra ID, Audit-Log | 1–2 Std. |
| Vertraulichkeitsbezeichnungen gegen die Freigabe-Optionen prüfen | Microsoft Purview | 2 Std. |
| Kurzinformation an die Mitarbeitenden terminieren | intern | 1 Std. |
Wer diese vier Punkte vor September abarbeitet, erlebt den Rollout als Verbesserung statt als Störung.
Unsicher, wie Ihr Tenant konfiguriert ist?
Wir prüfen Ihre Microsoft-365-Freigabe-Einstellungen und liefern eine Bewertung mit konkreten Handlungsempfehlungen – lesend, ohne Eingriff in Ihre Umgebung.
Gespräch vereinbarenQuelle: Microsoft 365 Roadmap, Feature-ID 492622, abgerufen am 31.08.2026. Rollout-Termine und Funktionsumfang können von Microsoft jederzeit geändert werden.
Unabhängigkeitshinweis: Diese Einordnung ist eine unabhängige fachliche Bewertung der Justen iT GmbH. Sie ist nicht von Microsoft autorisiert, geprüft oder gesponsert. Microsoft, Microsoft 365, SharePoint, OneDrive, Microsoft Entra ID und Microsoft Purview sind Marken der Microsoft Corporation.
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